Deine Superpower: Das Immunsystem. Und was Stress damit zu tun hat.

veröffentlicht am 03.11.2020

Spürst du auch diese innere Unruhe? 

Vor ein paar Tagen war ich einkaufen. Ich stand vor den frischen Kräutern in der Obstabteilung und musste plötzlich niesen. Der Blick der Frau, die mit ca. 1,5 Metern Abstand und Mundschutz neben mir stand, sprach Bände. Ich habe kurz überlegt, ob ich ihr erzähle, dass ich keine ansteckende Krankheit habe, sondern Allergikerin bin und mit Sicherheit auf eines der Kräuter reagiere. 

Doch selbst wenn ich eine einfache Erkältung hätte, warum muss ich mich erklären? Was ist das für eine Angst, die momentan in uns steckt?

Kennst Du das auch? Plötzlich löst der kleinste Schnupfen eine gewisse Panik aus. Sofort kommt der Gedanke, was wohl die Anderen jetzt denken. Darf ich mit einer leicht verstopften Nase noch vor die Haustür? 

Diese vielen negativen Gedanken und Ängste führen zu einem erhöhten Stresspegel. Angst und Stress sind große Feinde für unser Immunsystem.

Wir möchten dir diesen Monat Tipps geben, was du tun kannst, um deine Abwehrkräfte zu stärken und den innerlichen Stressfaktor zu minimieren. Du hast die Chance wieder mehr Zuversicht und Vertrauen zu erhalten, um unbeschwerter und leichter durchs Leben zu gehen.

Yoga gibt dir die Möglichkeit selbst aktiv zu werden und zu deiner Mitte zurück zu finden.

Was genau schwächt eigentlich unsere Immunzellen?

Tatsächlich ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Stress jeglicher Art zu erhöhter Cortisolproduktion führt. Cortisol wird übrigens auch das Stresshormon genannt. Dies wiederum führt zur Schwächung der Immunzellen. Unsere natürlichen sog. Killerzellen sind weniger aktiv, die T-Lymphozyten teilen sich langsamer und unsere Abwehrkräfte können Krankheitserreger nicht mehr aufhalten.

Viele Untersuchungen zeigen: Wer unter Dauerstress steht, wird schneller krank und langsamer wieder gesund. Viren und andere Erreger haben ein leichtes Spiel. Sogar Impfungen wirken bei dauerhaft gestressten Menschen schlechter als bei anderen.

Jede Woche im November werden wir mit einem anderen Fokus auf die Stärkung unseres Immunsystems schauen.


Der Schlaf stellt unsere wichtigste Ressource für Regeneration und Immunkraft dar. Yoga kann helfen, die Schlafqualität zu verbessern. Mit entspannenden Yogasequenzen, Achtsamkeitstraining und Meditation geben wir Körper, Geist und Seele die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Der Stresspegel sinkt, wir können besser schlafen und das Immunsystem kann seine Arbeit tun – nachts, während des Schlafs.


Der Darm ist das Hauptorgan für eine gesunde Immunreaktion. Ein Großteil unserer Immunzellen befindet sich im Darm. Ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht, wird die Produktion der Immunzellen beeinträchtigt. Es gibt viele Asanas, die die Bauchregion massieren, wodurch die Verdauung angeregt wird. Yoga kann so zur gesunden Produktion von Immunzellen beitragen.

Ebenso wichtig ist eine aktive Milz. Auch hier werden Immunzellen produziert. Die Milz befindet sich im linken Oberbauch und kann wie der Darm durch Yoga-Übungen gestärkt werden. Auch die Lymphknoten, die dazu dienen Krankheitserreger abzuwehren, können wir durch eine gezielte Yogapraxis anregen.


Bei chronischem Stress und Angstzuständen ist das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems aus den Fugen geraten. 

Wenn du vom stressigen Meeting, in die kurze stressige Mittagspause, zurück zum überfüllten Schreibtisch läufst und dann abends mit der stressigen Familie zu kämpfen hast, ist dein Körper in ständiger Alarmbereitschaft. Er bekommt kein Signal, dass die Gefahr gebannt ist und er wieder entspannen darf. Dafür ist der Parasympathikus zuständig, der für Ruhe und Entspannung sorgt und die Stressspirale durchbricht. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus, der für Anregung und Beschleunigung steht.

Der Parasympathikus ist jener ausgleichende Teil, der für Beruhigung, Verlangsamung und Verdauung zuständig ist. 

Erdende Yogapraxis stimuliert den Parasympathikus und hilft dabei, dein vegetatives Nervensystem wieder in seine natürliche Balance zu bringen.


Welche hilfreichen Techniken kennt Yoga noch, um das Immunsystem zu stärken?

Über die Atmung kannst du jede Zelle im Körper mit viel Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Je besser die Schleimhäute in den Bronchien, im Hals und in der Nase belüftet werden umso mehr Schadstoffe und Krankheitserreger können beim Ausatmen hinausbefördert werden.

Atemübungen dienen also der Entgiftung und sind gleichzeitig ein effektives Hilfsmittel um Stress abzubauen. 

Love💕

Deine Anette


In unseren Online – Yogastunden im November hast du die Chance der Stressfalle zu entkommen und dein Immunsystem nachhaltig zu stärken.

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