Monatsinspiration April - DAS KRONENCHAKRA

veröffentlicht am 07.04.2021

Manchmal werde ich gefragt, wie ich es schaffe, auch in dieser Zeit noch positiv zu bleiben. Habe ich denn gar keine (Existenz-) Ängste und bin ich nicht manchmal auch mutlos?

Als Erstes: natürlich habe ich auch Tage, an denen alles irgendwie einfach nur doof, nervig und anstrengend ist. Und an denen ich alles andere als hoffnungsfroh gestimmt bin.

Und das ist auch mehr als normal und auch total OK.

Was ich allerdings schon immer gehabt habe, ist so eine Art Grundvertrauen ins Leben. Das wurde mir sicherlich in die Wiege gelegt, da ich sehr religiös erzogen wurde. Mittlerweile habe ich mit Religion nicht mehr so viel am Hut, aber dieses Wissen oder dieses Gefühl, dass da irgendetwas ist, was größer und höher als ich bin, ist immer noch da. 

Ich kann dieses Gefühl gar nicht so richtig beschreiben und diese Tatsache macht eben auch das Besondere dieses Zustandes aus. Das “Nicht-Beschreibbare".

Im Yoga wird dieses Unbeschreibliche auch „Das Göttliche“ oder „Das Universelle“ genannt. Du kannst es auch „Liebe“ oder „Das Unendliche“ nennen. Oder auch einfach nur Verbindung. Es ist der Zustand oder der Raum, in dem alles miteinander verbunden ist. 

Es gibt sogar einen Bereich in unserem Körper- und Energiesystem, welcher in direkter Verbindung mit diesem Universellem steht: Das Kronenchakra oder auch Sahasrara Chakra.

Das Kronenchakra ist dein Zugang zum Universum, und es unterscheidet sich von deinen anderen Chakren dadurch, dass es sich außerhalb des physischen Körpers befindet – nämlich oberhalb deines Scheitels, dort, wo du eine Krone platzieren würdest. Der Sanskritname Sahasrara kann als „1000 Blütenblätter” übersetzt werden. Dementsprechend ist Symbol des siebten Chakras ein tausendblättriger Lotus. Die Farbe, die dem Chakra zugeordnet ist, ist violett beziehungsweise durchsichtig.

Die dem Kronenchakra zugeordneten Drüsen sind die Hypophyse – sie ist für die Regulation des gesamten Hormonsystems zuständig – die Zirbeldrüse und der Hypothalamus. Damit steht das Kronenchakra für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus und das gesamte vegetative Nervensystem.

Energetisch ist das siebte Chakra auch mit dem ersten Chakra, Muladhara Chakra, verbunden. Eine Aktivierung oder Öffnung des obersten Chakras benötigt auch immer Verwurzelung und so ein balanciertes Wurzelchakra. 


Was ein ausbalanciertes Kronenchakra kann

Wenn sich unser siebtes Chakra voll entfaltet, spüren wir die eigene Grenzenlosigkeit. Wir sehen nicht mehr nur noch uns, unsere Ziele und unser Sein, sondern fühlen die Verbindung zu allem, was ist. Unsere Energie verbindet sich mit der Energie einer höheren Macht, wir erhalten Führung und sehen mit nie dagewesener Klarheit auf die Gegenwart. Zeit und Raum sind plötzlich belanglos, genauso wie alle früheren Gedanken unseres Egos. Wo wir bei der Entfaltung des Stirnchakras noch unsere Intuition und unser Wissen erweitert haben, erweitert sich hier unser Sein. Wir erfahren, was es heißt zu wissen. Der tausendblättrige Lotus ist geöffnet, die Energien fließen frei und wir sind in Frieden.

Psychologische Themen des Kronenchakras

Wie alle Chakren kann auch dieses Chakra blockiert sein, so dass sich Themen unseres Lebens hier zeigen. Wenn du wissen willst, wie es um dein Kronenchakra bestellt ist, dann prüf für dich die folgenden Fragen. 

  • Fehlt dir die Lebensfreude? Neigst du zu Depressionen?
  • Findest du nur schwer Zugang zu höheren Welten?
  • Ist es schwierig für dich glauben zu können?
  • Bist du selten im „Jetzt“, sondern grübelst eher über die Vergangenheit oder Zukunft?
  • Fühlst du dich, als würde ein grauer Schleier über dir und allem anderen liegen?
  • Hast du manchmal keine Lust mehr und verlierst den Lebensmut?
  • Kannst du dir gar nicht vorstellen, dass es eine Art Sein nach dem Tod gibt?


Körperliche Themen beim Kronenchakra

Wie oben schon beschrieben, wird das Kronenchakra unserer Zirbeldrüse zugeordnet, die (obwohl sie so winzig ist) ganz schön wichtig für unseren Körper und unser Wohlbefinden ist. Sie produziert unter anderem Melantonin, was wir für einen guten, erholsamen Schlaf brauchen. Melantonin verhindert unter anderem die Schäden, die freie Radikale in unserem Körper anrichten können – beispielsweise in unserem Gehirn. Hier eine kleine Liste mit weiteren Beschwerden, die in Zusammenhang mit unserem Kronenchakra gebracht werden:

  • Schlafprobleme
  • Alle Arten von chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen
  • Starke Schwächung der Immunabwehr
  • Starkes Gefühl von Erschöpfung und Kraftlosigkeit


Was diesem Chakra gut tut

Das Kronenchakra krönt unsere Reise und verbindet uns in einem Moment tiefen Erlebens. Wenn du hier Erkenntnisse und Balance fördern willst, dann versuch mal:

  • dich mit den Farben Weiß und Violett zu umgeben
  • möglichst viel Zeit draußen zu verbringen. Versuche, die Energie der Natur aufzunehmen und auch regelmäßig Sonne zu tanken. Optimal ist es, wenn du deine Meditationen nach draußen verlegen kannst. In der Nähe vom Wasser oder im Wald, wo du komplett abschalten und dich mit Mutter Natur verbinden kannst.
  • generell: regelmäßig in die Stille gehen, meditieren
  • Kapalabhati (Feueratem) – dann in die Stille gehen, deine Schädeldecke fühlen

  

Asanas für dein Kronenchakra

Es gibt ein paar Asanas, die hier einfach guttun und dir helfen können, dein Chakra zu balancieren. 

  • Kopfstand (Sirsasana)
  • Lotussitz, oder einfacher Schneidersitz, wenn es deine Hüften und Knie im Lotussitz nicht mögen. Die Konzentration liegt hierbei auf der Schädelmitte und dem Raum darüber, so als würdest du deine eigene Krone spüren

Probiere es einfach mal aus. Auch in unseren Yogastunden wirst du den Fokus diesen Monat immer wieder entdecken und vertiefen können. Denn gerade bei den feinenergetischen Themen ist es sooo wichtig, dass du deine Erfahrungen machst und selber für dich herausfindest, ob es zu dir passt oder nicht.

Mit den Chakren zu arbeiten kann eine superschöne Bereicherung für deine innere Arbeit sein.

Viel Freude dabei!

Love💕

Katharina

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