Einblicke in den
Standort Hochfeld

       Yogaschule Flensburg
goes Flensbloc!

Seit August 2020 gibt es uns nun auch auf der anderen Fördeseite. Unser zweiter Standort befindet sich auf der Westlichen Höhe, in der Boulderhalle Flensbloc. In dem wunderschönen 65qm großen Yogaraum mit warmer Atmosphäre, bieten wir dir unsere bewährten Yogaschule Flensburg Kurse an. Diese kannst du ganz bequem über unseren Stundenplan und mit allen üblichen Karten buchen.

Der Standort Flensbloc befindet sich in der Westerallee 159, 24941 Flensburg. Er ist über die B 199 von allen Richtungen aus gut zu erreichen und es stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.

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Neues
       aus der Yogaschule

  • Monatsinspiration März - YOGA FÜR MEHR KREATIVITÄT

    veröffentlicht am 07.03.2021

    “Es spielt keine Rolle, ob du malst, bildhauerst oder Schuhe machst, ob du Gärtner, Bauer, Fischer oder Zimmermann bist. Das spielt keine Rolle. Was zählt ist, ob du deine innerste Seele in das hineingibst, was du erschaffst. Dann haben deine schöpferischen Produkte etwas von der Qualität des Göttlichen.” – Osho

    Als Kind war ich ohne Ende kreativ: ich habe für mein Leben gerne gebastelt, gemalt und gesungen. Ich habe mir gar keinen Kopf darum gemacht, ob ich es gut genug mache oder ob es irgendwie perfekt ist. 

    Kreativ zu leben ist eines der natürlichsten Dinge überhaupt. Die Frage ist nur: was ist passiert, dass wir aufgehört haben, die Schätze, die in uns verborgen liegen, hervorzubringen?

    Ich glaube daran, dass wir alle so etwas wie wandelnde Lagerstätten verborgener Schätze sind.

    Ich glaube, dass dies eines der ältesten und großzügigsten Streiche ist, den das Universum uns Menschen spielt, sowohl zu seinem eigenen als auch zu unserem Vergnügen.

    Tief in uns allen versteckt es unbekannte Edelsteine und tritt dann einen Schritt zurück und verfolgt, ob wir sie finden.

    Die Jagd danach, die Juwelen zu bergen – das ist kreatives Leben.

    Der Mut, sich überhaupt auf diese Jagd zu begeben – das ist es, was eine alltägliche Existenz von einer magischeren unterscheidet.

     Wenn ich hier von „kreativen Leben“ schreibe, so meine ich damit nicht unbedingt ein Leben, das sich professionell oder ganz ausschließlich den Künsten widmet.

    Nein, ich fasse den Begriff etwas weiter. Ich spreche von einem Leben, das von Neugier getrieben ist und weniger von Angst.

     Ein kreatives Leben ist ein intensives Leben. Ein größeres Leben, ein glücklicheres Leben, ein erweitertes Leben und ein verdammt viel interessanteres Leben.

    Auf diese Weise zu leben- kontinuierlich und stur die Juwelen hervorzuholen, die in dir verborgen liegen -, ist eine Kunst, in sich und für sich.

    Denn ein kreatives Leben ist der Ort, an dem die große Magie immer zuhause sein wird.

     “Sein ist gleichbedeutend mit Kreativsein. Es ist unmöglich, zu sein und nicht kreativ zu sein.” – Osho

     

    Yoga kann dir helfen, dich wieder mit deiner kreativen Quelle – den Juwelen – zu verbinden. 

    In der Stille, die du erfahren kannst, wenn du meditierst oder Asanas übst, kommst du mit dir selbst mehr in Kontakt. Mit deiner Essenz. Und deiner Kreativität. 

    Es gibt diverse wissenschaftliche Studien, die belegen, dass über Meditation und den yogischen Atem die Alpha-Wellen in unserem Gehirn zunehmen. Wir erleben weniger Ruhelosigkeit und Stress und sind kreativer (by the way: Stress ist DER Kreativitätskiller No. 1).

    Das tiefe Atmen, die Achtsamkeit auf den jetzigen Moment, das Einnehmen von auch mal ungewohnten Yogahaltungen– all das fördert deine Inspiration, bewegt in dir einen kreativen Fluss, verbindet dich mit deiner Schöpferkraft. 

    Du kannst Yoga und die Arbeit mit den Chakren nutzen, um die Stimme deines Zweifels, deiner Angst bewusst wahrzunehmen und sie kleiner werden zu lassen. So dass du schlussendlich in dir einen urteilsfreien Raum erschaffst von dem aus Kreativität wieder möglich wird.


    Hier ein paar Varianten, in denen du Kreativität üben kannst:

    • Vielleicht hast du Lust, deinen Tag mit Morgenseiten zu beginnen. Nimm dir direkt nach dem Aufstehen ein Blatt Papier und einen Stift und schreibe alles auf, was dir durch den Kopf geht. Ganz ungefiltert. 
    • Mache jeden Tag etwas, was deine Kreativität ausdrückt. Dabei ist es ganz egal, ob du tanzt, ein Lied singst, etwas in dein Journal malst oder ein Gedicht schreibst. Nimm dir ganz bewusst Zeit, um dich deiner Kreativität zu widmen
    • Handy aus, Mediation an: Sobald du still wirst, wirst du deine innere Stimme hören. Hör gut zu.
    • Gerate aus dem Gleichgewicht: Nur Streber behalten immer die Ruhe. Mache eine schwierige Balanceübung und beobachte dich dabei genau. Wenn du anfängst zu lachen, bist du auf dem richtigen Weg.
    • Trage eine Hose, die nicht passt: Übe in Klamotten, die zu klein oder zu groß sind. Akzeptiere, dass du nicht perfekt bist. Große Kunstwerke sind nie perfekt, sonst wären sie langweilig.
    • Stelle Schönheit her: Schönheit steht in unserer Yogapraxis leider im Verdacht, oberflächlich zu sein. Was für ein Unsinn. Übe einmal im Gefühl, schön und wild und aufregend zu sein. Am besten mit Publikum. Danach ist dir nichts mehr peinlich.

    In unseren Yogastunden diesen Monat wirst du auf verschiedene Arten an deine Kreativität herangeführt.

    Und das passt auch so schön zum Frühlingsanfang – denn der Frühling ist Kreativität und Schöpfung PUR. Alles wird NEU erschaffen.

    Nutze diese Energie!

    Love ❤️

    Katharina

  • Akkus leer? 1 Jahr Corona... Wie du in 4 Schritten wieder auftanken kannst

    veröffentlicht am 25.02.2021

    Ein Jahr Corona – ich habe ein wenig gebraucht, um das zu verdauen…

    Und mich zurückerinnert an die Zeit vor einem Jahr.

    Klar war das ein Schock und irgendwie habe ich gehofft, dass der ganze Spuk ein Jahr später vorbei sein wird. Von Anfang an war ich sehr realistisch und habe nicht geglaubt, dass alles wieder so wie früher wird, aber zumindest hatte ich gehofft, dass es bergauf geht.

    Und was ist passiert? Wenn wir ehrlich sind, hat sich die Situation eher verschlimmert. Das ist echt frustrierend und ich habe darunter schon ordentlich zu „knapsen“, wie man so schön sagt.

    Gefühle wie Schwere, Lethargie, fehlende Zuversicht und Sorgen machen sich breit. Irgendwie sind die Akkus leer. Der Winter tut sein Übriges.

    Diese Gefühle sind Zeichen einer ganz niedrig schwingenden Energie. Da, wo keine Energie ist, ist auch keine Kraft. Da, wo keine Kraft ist, kann auch nichts Neues entstehen oder sich etwas verändern.

    Wenn ich mich diesen Gefühlen und den schweren Gedanken hingebe, kann ich richtig spüren, wie mein Energielevel sinkt. Ich werde lustloser, lasse mich furchtbar gerne über Social Media, von Kindern, die was von mir wollen, den neusten Kochrezepten, der Spülmaschine, die ausgeräumt werden muss und den neusten Nachrichten ablenken. Ich merke, wie ich mich immer mehr verplane, Dinge vor mir herschiebe und tausend Sachen anfange, aber irgendwie nichts so richtig zu Ende bringe. Ich bin total unzufrieden mit mir und dann vor allem auch mit den anderen, die um mich herum sind.

    Ich werde nörgeliger, kritischer, misstrauischer und neidischer und kann mich auch nicht mehr so richtig über Erfolge der anderen freuen.

    Das Gute ist: mittlerweile fällt es mir schnell auf, dass die Energie absinkt. Und das ist echt der erste und wichtigste Schritt heraus aus diesem Dilemma und hinein in mehr Energie.

    Problematisch wird es, wenn du merkst, dass „Irgendwas“ doof ist und deine schlechten Gefühle und Gedanken ganz unbemerkt alle Bereiche deines Lebens infiltrieren. Deine Partnerschaft, deinen Job, dein Verhältnis zu deinen Kindern, deine Freunde, Familie, Geld & Materielles, Freizeit, Gesundheit, Spiritualität…

    Was kannst du also tun, um deine Akkus wieder aufzuladen?

    Schritt 1:

    Frage dich – Warum willst du aufgeladene Akkus haben? Was hast du davon? Was ist dann anders?

    Die Antwort könnte lauten: Ich will wieder Energie haben, damit ich mehr Freude empfinden kann. Ich möchte wieder Pläne schmieden, morgens Lust haben, in den Tag zu starten und mich aufs Wochenende freuen. Ich will mich gut in meinem Körper fühlen, keine Verspannungen und Rückenschmerzen mehr haben. Ich will eine lebendige Partnerschaft haben und mich gut mit meinen Kindern verstehen. Ich möchte meinen Kindern Stabilität und Zuversicht geben.

    Ich möchte begeistert vom Leben sein und mich dankbar fühlen. Ich möchte schon jetzt eine Idee haben, was ich machen werde, wenn das Schlimmste vorüber ist. Und Lösungen finden, was ich jetzt schon tun kann, um in Bewegung zu bleiben. Ja: ich möchte Spaß an der Bewegung haben. Ich möchte, dass andere gerne mit mir zusammen sind und die Kraft haben, für andere da zu sein. Ich möchte inspirierende Freundschaften, in denen wir uns unterstützen und uns gegenseitig tragen.

    Was fällt dir noch so ein?

    Schritt 2:

    Nun weißt du, wo du hinmöchtest und hast nebenher herausgearbeitet, was dir Energie gibt.

    Erstelle dir nun jeden Morgen eine „Love-List“: Schreibe dir 3 Punkte auf, die du heute ganz konkret tun kannst, um dein Energielevel anzuheben.

    Beispiele:

    1. Ich gehe heute Nachmittag 15 Minuten am Meer spazieren – egal bei welchem Wetter.
    2. Ich beginne den Morgen mit einem Glas warmen Wasser (vielleicht auch einem Spritzer Zitronensaft) und schenke mir 15 Minuten Me-Time (in einem Buch lesen, Yoga, Meditation, Journaling, Tag planen…)
    3. Ich recherchiere die nächsten Termine für die Fortbildung, die ich schon so lange machen möchte und plane diese in meinen Kalender ein.

    Schritt 3:

    Für mich persönlich ist Social Media und mein Medienkonsum generell eines der größten Energieräuber in meinem Alltag. Deshalb folgende Tipps von mir für dich:

    • Beobachte einmal deinen Medienkonsum: Wie oft greifst du am Tag zum Telefon? Wieviele Minuten oder gar Stunden bist du täglich privat online? Viele Smartphones haben eine integrierte Übersicht über deine Screen Time.
    • Setze dir Zeiten, in denen du das Telefon weglegst, oder gar ganz ausmachst. Zum Beispiel täglich von 19 Uhr bis 9 Uhr am Folgetag. Oder das komplette Wochenende, usw.
    • Stelle deine Push Nachrichten aus: Prüfe wirklich, welche Apps dir Push Nachrichten schicken können, und ob das notwendig ist. Oft reicht es z.B. wenn du einmal täglich von alleine dein E-Mail Postfach oder dein Facebook Account aufmachst.
    • Entfolge jedem Account, der dich nicht inspiriert. Du hast ganz bestimmt auch schon die Erfahrung gemacht, dass du dich nach dem Anschauen von Posts und Storys irgendwie schlecht und nicht genügend gefühlt hast. Die „anderen“ sind erfolgreicher, schöner, gesünder, fitter, bekommen alles unter einen Hut, etc… Das ist der wichtigste Anhaltspunkt für dich, diesem Account radikal zu entfolgen. Ich mache es immer mehr und es tut mir soooo gut!
    • Nutze die digitalen Medien nicht nur um zu konsumieren, sondern um dich selber mitzuteilen: Was kannst du darüber Positives in die Welt tragen? Welche Botschaft kannst du mitteilen? Trau dich, dich zu zeigen!

     

    Schritt 4:

    So einfach und doch sooo wichtig – Dein Körper braucht folgende Dinge, um wieder Energiereserven aufzufüllen:

    1. Tageslicht und Vitamin D (ich bin sehr vorsichtig bei allen Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln, außer bei der zusätzlichen Einnahme von Vitamin D)
    2. Wasser, Wasser, Wasser – trinke ausreichend gutes, klares, stilles Wasser
    3. Frische und gesunde Ernährung (auch hier halte ich mich mit Tipps zurück- davon gibt es schon soso viele)
    4. Bewegung – versuche viele Alltagsbewegungen in deinen Tag zu integrieren. Es muss nicht immer die 45- minütige Joggingeinheit sein. Mittagsspaziergang, immer mal wieder vom Schreibtisch aufstehen, sich dehnen und räkeln, zum Einkaufen zu Fuß gehen etc…
    5. Lerne dich zu entspannen – psychischer Stress ist einer der größten Energieräuber. Erlerne eine Entspannungstechnik (Meditation, Progressive Muskelentspannung, Yoga, Traumreisen, autogenes Training, Thai Chi, etc.)

    Und das Wichtigste: sei gut und mitfühlend zu dir selber. Habe Geduld mit dir und lasse es auch mal zu, dass es dir nicht gut geht.

    Wenn du merkst, dass es dir schwerfällt da rauszukommen, dann suche dir Hilfe und Unterstützung. Teile dich mit und vertraue dich jemanden an. Und habe auch Verständnis für jemand anderes, dem es ähnlich geht.

    Wir können alle gerade jetzt Unterstützung, Zuhören, Mitgefühl und gegenseitige Hilfe gut gebrauchen!

    Wenn ich etwas für dich tun kann – let me know❤️

    Komme auch gerne in meine Facebook-Gruppe "Einfach ich"!

    Herzlich

    Deine Katharina

  • Monatsinspiration Februar: DIE 5 KLESHAS

    veröffentlicht am 04.02.2021

    Manchmal, nur so zum Zeitvertreib, greife ich zu meinem Handy und zappe mich durch die Storys. Oft fühle ich mich danach schlechter als vorher. 

    Warum ist das so?

    Es sind die Kleshas (=Leiden), die in mir wach werden. 

    • Zum Beispiel diese gutaussehende Frau, die ich gar nicht wirklich kenne, hat schon wieder ein neues Outfit. Natürlich fehlt mir das in meinem (wirklich gut gefüllten!) Kleiderschrank – das 3.Klesha Raga (=Habenwollen) breitet sich in mir aus. 
    • Eine Freundin zeigt in Bildern, wie sie nach einem entspannten Home-Office Tag, gesundes Essen auf den hübsch dekorierten Tisch zaubert. Ich empfinde Dvesha (=Abneigung-4.Klesha) weil ich mich vergleiche. 

    Was ist das doch für ein Unsinn. Wir alle leben doch in Fülle, jeder auf seine Art.

    Das Anhaften an Vergänglichem, die Identifizierung mit dem, was ich nicht bin, sind Ursachen des Leidens, die Kleshas. Seit ich mir dessen bewusst bin und mein inneres Erleben beobachte und akzeptiere, gelingt es mir in vielen Situationen (noch nicht immer…) gelassener und objektiver zu bleiben.

    Wir alle streben nach einem glücklichen und erfüllten Leben. Doch warum fällt es uns oft schwer, dauerhaft glücklich und angstfrei zu leben?

    Im zweiten Kapitel des Yoga Sutra gibt uns Patanjali das Konzept der Kleshas an die Hand. Kleshas sind Eigenschaften, die den Geist trüben, die Ursachen allen Leidens. Sie steuern uns und unsere Handlungen und können als Widerstände oder Hindernisse betrachtet werden.

    Patanjali, der vermutlich um 400 vorchristlicher Zeitrechnung gelebt hat. schreibt in seinem „Yogasutra”, das 195 Verse (=Sutras), resp. Lehrsätze, umfasst, Empfehlungen für den persönlichen Yogaweg. Mit seinen Versen erklärt Patanjali Art, Sinn und Zweck des Yoga, erfasste dabei jedoch genau die Wesensart des Menschen und seiner Probleme im damaligen Alltag. Interessanterweise sind seine Lehrsätze aus dem Yogasutra heute gesellschaftlich und individuell aktueller sind denn je.

    Er erklärt wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen, warum wir im Leben immer wieder in Schwierigkeiten geraten und wie wir diese Schwierigkeiten überwinden können.

    Kleshas = Qual, Plage, Schmerz oder Leiden, bildet sich demnach aus unserer individuell erlebten Realität, unserem subjektiven Empfinden. Patanjali beschreibt insgesamt fünf Kleshas


    1.Avidya = Nicht-Verstehen der wahren Natur unseres Seins (Sutra 2.5)

    Nichtwissen, Unwissenheit (Unbewusstheit) bewirkt, dass wir Vergängliches für beständig halten. Alte Muster und Prägungen, die wir mit uns herumtragen, wie einen alten, gefüllten Rucksack, führen dazu, dass neutrales urteilen nicht möglich ist.

    Die objektive Wahrnehmung ist verschleiert, wir halten Unwahres für wahr und halten dadurch leidvolle Spannungen in Körper und Geist fest.So haften wir an Vergänglichem an, leben in Unfreiheit und können kein freies Lebensglück erfahren.


    2.Asmita: unser Ego, Ich-Gefühl und Ich-Identifikation (Sutra 2.6.)

    Auf die Frage „Wer bist du?”, die gerne bei Partyplaudereien gestellt wird, antworten wir meist mit Angaben zu Namen, Beruf, Besitz, etc. Identifiziere ich mich mit etwas?

    Bin ich vielleicht von den Medien beeinflusst?

    Die Egohaftigkeit, die Ich-Zentrierung ist wahrlich eine leidige (Ver-) Spannung, die uns allerorts begegnet. Etwas, das jedem von uns innewohnt.Anhaftung an das unbewusste Ich führt zu falschem Verstehen und hindert uns an höherer Erkenntnis.Leiden entsteht, weil wir uns mit etwas identifizieren, was wir nicht sind


    3.Raga: Habenwollen, Gier, Wunsch (Sutra 2.7)

    Hast du mal etwas gewollt, was du nicht bekommen konntest?

    Wenn wir uns von etwas angezogen fühlen, beherrscht es uns. Raga ist eine Spannung im Kopf, die letztlich dann zu Leid führt, wenn wir nicht mehr bekommen, was uns bisher Freude machte. Gier, Habenwollen, bzw. das Gefühl des Mangels oder des Behalten-wollens, das ist Raga. Raga entsteht zumeist durch angenehme Erfahrungen und Gefühle, die wir in Bezug auf ein Objekt, eine Situation oder einen Menschen gemacht haben und die wir behalten, bzw. wiederholen wollen. Alles, was wir maßlos begehren, bindet uns und verlangt stets nach weiterer Befriedigung.


    4.Dvesha:  Nicht Habenwollen, Abneigung (Sutra 2.8)

    Wolltest du schon mal etwas nicht haben, aber wurdest damit konfrontiert?Dvesha ist Abneigung, Geringschätzung, Gleichgültigkeit oder sogar Hass und beruht auf schlechten Erfahrungen in unserer Vergangenheit, die wir zukünftig vermeiden wollen.

    Manchmal kann Zorn sogar bewirken, dass man sich als jemand Besserer fühlt und dieses trügerische gute Gefühl hält an, solange man sich über andere ärgert. Ganz schön quer verspannt ist das, oder?

    Nur weil wir uns vergleichen, fühlen wir uns schlecht. Auf diese Weise entsteht Missgunst und Neid unter Nachbarn oder Kollegen, sogar unter Freunden – man lehnt sie ab, weil sie harmonisch und glücklich sind. Es entsteht Streit, Krieg, Fremdenfeindlichkeit und Terror.


    5.Abhinivesa: Unsicherheit, Angst vor dem Tod (Sutra 2.9)

    Bist du dir deiner eigenen Vergänglichkeit bewusst geworden? Die Angst vor dem Tod ist eine intrinsische, sich selbst erhaltene Kraft, die auch in weisen Menschen wirksam ist.

    Gibt es irgendetwas, das wir benennen können, was sich nicht verändert?Etwas, das uns alle plagt: die Vergänglichkeit allen Seins: von Alter, Krankheit und schließlich Tod sind wir alle nicht befreit, allen medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritten zum Trotz. Auch Yoga kann uns nicht vor unserem physischen Ende bewahren.

    Das Leben erinnert uns an unsere Vergänglichkeit. Umso dankbarer können wir doch tagtäglich für unser Leben sein.


    Wie können wir die Kleshas überwinden?

    Patanjali empfiehlt, uns unsere Ängste, sowie die Urangst des körperlichen Todes bewusst zu machen, um die Kleshas zu überwinden. Die Grundursache des Leidens, die 5 Kleshas, liegen sehr tief. Wir können uns ihnen auf dem Wege der Konzentration und Meditation annähern. 

    Wenn der Kopf endlich nicht mehr verspannt ist, wenn das Gefäß des Körpers endlich leer von allen Kleshas ist, dann entsteht Freiraum für das Gefühl vollkommener Freiheit. In solchen Momenten tiefer Empfindung im Yogaunterricht oder Minuten vollkommener Gelassenheit während einer Meditation lösen sich wahrhaftig alle alltäglichen Sorgen auf.

    „Schließlich wird ein Zustand erreicht, in dem sich das Handeln eines Menschen nicht mehr auf Kleshas gründet.” Patanjali, Sutra 4.30

    So schließt sich der Kreis:

    Wenn wir achtsam mit uns selbst und anderen sind, den Blick auch einmal kritisch vom Außen ins Innen richten, dann beginnen wir eine spannende Reise. Diese Reise führt uns unweigerlich zu uns selbst, sie lässt uns freier und glücklicher werden. 

    Obwohl das Yogasutra über 2000 Jahre alt ist, ist es heute von erstaunlicher Aktualität. In dieser schnelllebigen, digitalen Zeit ist es nicht immer leicht, bei sich zu bleiben, objektiv abzuwägen und sich nicht in Bedürfnisse und Abhängigkeiten zu verstricken. 

    Die heilende Wirkung von Meditation auf Körper und Geist wird seit Jahrtausenden erlebt und ist wissenschaftlich erwiesen. Yoga kann uns helfen, wieder mehr zu uns selbst zu finden und unser wahres Potenzial zu erkennen.

    Love❤️

    Anette

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       unsere
Philosophie

„Yoga ist für alle da.“

Das ist unsere Überzeugung. Und deshalb möchten wir mit der Yogaschule Flensburg viele Menschen für Yoga begeistern.

Egal wie wie alt, egal wie fit - du kannst jederzeit mit Yoga anfangen. Mit unseren Räumen hat Die Yogaschule Flensburg für dich einen Ort geschaffen, in dem du dich wohlfühlen, entspannen und dir immer wieder eine Auszeit nehmen kannst. Eine Auszeit vom schnelllebigen Alltag, um Kraft zu tanken und ganz zu dir zu kommen. Hier darfst du ganz du selbst sein, dich neu entdecken und erfahren - ganz zufrieden mit dir werden.

Wir haben uns bewusst für das Wort „Schule“ entschieden. Es kommt aus dem Altgriechischem „schola“ und bedeutet so viel wie „Freie Zeit“ oder „Muße“. Finde in deiner kostbaren freien Zeit Ruhe in der Yogaschule Flensburg, entdecke dich offen und neugierig mit allen tollen Möglichkeiten, die noch in dir – und in uns allen – stecken! Und das alles, ganz so wie es sich für eine Schule „gehört“, in einer lebendigen und warmherzigen Gemeinschaft: unterstützend, voneinander lernend und miteinander wachsend.
Darauf freuen wir uns riesig!

Sven & Katharina