unsere
Philosophie

„Yoga ist für alle da.“

Das ist unsere Überzeugung. Und deshalb möchten wir mit der Yogaschule Flensburg viele Menschen für Yoga begeistern.

Egal wie wie alt, egal wie fit - du kannst jederzeit mit Yoga anfangen. Mit unseren Räumen hat Die Yogaschule Flensburg für dich einen Ort geschaffen, in dem du dich wohlfühlen, entspannen und dir immer wieder eine Auszeit nehmen kannst. Eine Auszeit vom schnelllebigen Alltag, um Kraft zu tanken und ganz zu dir zu kommen. Hier darfst du ganz du selbst sein, dich neu entdecken und erfahren - ganz zufrieden mit dir werden.

Wir haben uns bewusst für das Wort „Schule“ entschieden. Es kommt aus dem Altgriechischem „schola“ und bedeutet so viel wie „Freie Zeit“ oder „Muße“. Finde in deiner kostbaren freien Zeit Ruhe in der Yogaschule Flensburg, entdecke dich offen und neugierig mit allen tollen Möglichkeiten, die noch in dir – und in uns allen – stecken! Und das alles, ganz so wie es sich für eine Schule „gehört“, in einer lebendigen und warmherzigen Gemeinschaft: unterstützend, voneinander lernend und miteinander wachsend.
Darauf freuen wir uns riesig!

Sven & Katharina

Neues
       aus der Yogaschule

  • Monatsinspiration September: Pranayama – Atmung & Yoga

    veröffentlicht am 05.09.2020

    Vor einiger Zeit sollte ich einen Vortrag über Stressmanagement halten. Ich bin ein Mensch, der gerne pünktlich und gut vorbereitet zu Terminen erscheint.

    Als ich meinen Beamer an meinen Computer anschließen wollte, bemerkte ich, dass ich den Adapter zu Hause auf dem Schreibtisch liegen gelassen hatte.

    Was jetzt passierte, war eine 1a – Stressreaktion. Mir wurde heiß, meine Atmung kurz, meine Gedanken kreisten: „Was denken die Teilnehmer*innen jetzt von mir?“, „Wie unprofessionell!“… Kurzum: ich wurde hektisch. Ich entschied mich, nach Hause zu fahren und den Adapter zu holen. In 20 Min. sollte der Vortrag beginnen und ich benötigte 30 Min. für die Fahrt.

    Ich sass im Auto und bemerkte, wie ich angespannter wurde, unruhig fuhr, vor mich hin schimpfte und kurz und flach atmete. In diesem Moment entschied ich mich, das anzuwenden, was ich in meinen Vorträgen propagierte: ich begann einfach nur tief ein – und tief auszuatmen. Und konzentrierte mich allein auf das Atmen (und das Autofahren;-)). Was dann passierte, war sehr eindrücklich: nicht nur, dass sich meine Anspannung löste und mein Puls herunterfuhr - meine Gedanken veränderten sich! Von den Selbstvorwürfen („wie konntest du bloß“) zu einem ruhigen und lösungsorientierten Denken. Ich sagte mir, dass ich jetzt eh nichts mehr ändern kann, dass so etwas mal passieren kann und es allen hilft, wenn ich ruhig bleibe. Relativ entspannt kam ich dann wieder am Seminarort an – alle unterhielten sich noch ganz gelöst und keinem war es negativ aufgefallen. Und zu alledem, konnte ich meinen Vortag mit einem sehr praxisnahen Beispiel beginnen😉.


    Warum ist die Atmung beim Yoga so wichtig?

    Bestimmt ist es dir auch schon mal aufgefallen, wie deine Gedanken und Gefühle deine Atmung beeinflusst.

    • Bist du entspannt, ist deine Atmung tief und lang. 
    • Bist du nervös oder gestresst, ist deine Atmung kurz und flach.

    Wie du dich fühlst, kannst du maßgeblich durch die richtige Atmung beeinflussen.

    Wie wir atmen, hat eben nicht nur körperliche Auswirkungen, sondern beeinflusst auch unsere Psyche massiv. 

    Durch die Yogapraxis möchten wir unseren „Monkey Mind“ beruhigen. Nicht ewig in der Vergangenheit kreisen und nicht ununterbrochen an die Zukunft denken. Entspannung und Ruhe findest du nur im gegenwärtigen Augenblick. Deine Atmung ist eines der effektivsten Hilfsmittel, um ins Hier und Jetzt zu kommen. Du kannst nicht in der Zukunft atmen, du kannst nicht in der Vergangenheit atmen. Wenn du dich auf deine Atmung fokussierst, bist du immer im Moment.

     

    Und was bedeutet jetzt Pranayama?

    Häufig werden generell die Atemübungen im Yoga mit „Pranayama“ übersetzt. Das stimmt nur teileweise, denn Pranayama geht noch etwas weiter: Der Begriff setzt sich zusammen aus Prana (Lebensenergie/Atmung) und Ayama (beherrschen, kontrollieren). Pranayama bedeutet also schlicht und einfach, die Lebensenergie zu kontrollieren. Auch durch Yogaübungen und Meditation bewegen wir Prana durch unseren Körper.

    Heute liegt der Fokus jedoch auf der Atmung:

    Die yogischen Atemübungen helfen uns, zurück zu einer natürlichen Atmung zu finden. Mithilfe der Atemübungen lernen wir, unseren Atem wieder bewusst wahrzunehmen und zu steuern – und so unsere Lebensenergie zu aktivieren und zum Fließen zu bringen.

    Wenn also eine tiefe, ruhige Atmung wie aus meinem Beispiel oben so durchschlagende Wirkung hat, kannst du dir sicher vorstellen, dass ausgeklügelte Atemübungen, wie sie im Yoga vorkommen, noch viel wirkungsvoller sein können.

    Und so ist es auch: Die verschiedenen Pranayama-Übungen helfen – das kann jeder selbst ausprobieren – dabei, sich zu (kon)zentrieren, wirken effektiv gegen Stress und bewirken Energieschübe, die kein Kaffee und auch kein Matcha-Tee auslösen können. So gut wie alle wirken entgiftend, und es gibt sogar eine Atemübung, die deine Verdauung anregt und deine Bauchmuskeln trainiert (Kapalabhati). Auch bei konkreten Krankheitsbildern wie Allergien oder Asthma können bestimmte Atemübungen heilsam sein. Pranayama kann hier beim Stressabbau und der Erweiterung der Lungenkapazität helfen.


    Warum hat Pranayama einen so starken Effekt auf Körper und Geist?

    Die Wirkung von Pranayama erklärt sich hauptsächlich durch die Wirkung des Atems auf das Nervensystem, vor allem den Sympathikus und den Parasympathikus:

    Ausgleichende und beruhigende Atemübungen wie Anuloma Viloma und Brahmari legen den Fokus auf eine lange Ausatmung. Diese aktiviert den Parasympathikus, den Teil unseres Nervensystems, dessen Aktivierung unter anderem den Blutdruck und die Herzfrequenz absenkt. Ist der Parasympathikus aktiv, sind wir entspannt und der Körper kann regenerieren und heilen. 

    Aktivierende, anregende Atemübungen wie Kapalabhati dagegen legen den Fokus auf die Einatmung und aktivieren so den Sympathikus, der Blutdruck und Herzfrequenz erhöht und uns wach und leistungsfähig macht.

    Die Atmung ist also ein hocheffektives Kommunikationsmittel zwischen Körper und Geist – und zwar eines, das wir kontrollieren können!

    Aber Pranayama kann noch mehr:

    • Wer regelmäßig übt, entspannt und trainiert damit den gesamten Atemapparat – und kommt so auch im Alltag wieder zu einer insgesamt tieferen, entspannteren Atmung. Das wirkt wiederum auf das Nervensystem und führt so zu einer entspannteren inneren Grundhaltung.
    • Zudem können Atemübungen die Lungenkapazität erweitern, wenn sie mit Techniken wie Luftanhalten, tiefer Einatmung in den Brustraum arbeiten, die den Brustraum erweitern. Nicht nur Spitzensportler wissen, wie entscheidend sich eine gute Lungenkapazität auf die Leistungsfähigkeit und die Fitness auswirkt.
    • Wer tief ausatmet, entgiftet zudem über die Atmung. 


    Die wichtigsten Atemübungen

    Je nachdem, welche Atemtechnik du wählst, kannst du verschiedene Wirkungen erzielen. Ob Stress, Angst, Wut, Nervosität oder Schmerzen: Es gibt so gut wie keinen Bereich, in dem du nicht mit Atemtechnik so einiges verbessern kannst.


    Wechselatmung – Nadi Shodana

    So wirkt’s: 

    Die Wechselatmung ist beruhigend, entschleunigt und hilft gegen Stress und Nervosität. Beim langen Ausatmen wird der Parasympathikus aktiviert, wodurch der Blutdruck sinkt und der Herzschlag sich beruhigt. Man unterscheidet zwischen Wechselatmung mit und ohne Atempausen (Nadi Shodana / Anuloma Viloma).

    So geht’s: 

    • Finde eine bequeme Sitzposition.
    • Klappe Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand in die Handfläche, sodass du Daumen, Ringfinger und kleinen Finger verwenden kannst, um ein Nasenloch zu verschließen.
    • Verschließe mit dem Daumen das rechte Nasenloch und zähle beim Einatmen bis 5.
    • Verschließe nun mit den beiden anderen Fingern das linke Nasenloch und zähle beim Ausatmen bis 10.

    Am besten wirkt diese Atemübung mit 10 bis 20 Wiederholungen. Atempausen solltest du nur dann einbauen, wenn du schon etwas Übung hast, sonst gerätst du vielleicht in Atemnot und bekommst noch mehr Stress, statt ruhiger zu werden. Mit Pausen kannst du dich an den Rhythmus 4 – 16 – 8 halten.


    Meeresrauschenatmung - Ujjai

    So wirkt’s:

    Durch die Ujjai – Atmung wird ein Geräusch erzeugt, dass an leichtes Meeresrauschen erinnert und beruhigend wirkt. Dein Gehirn wird mehr Sauerstoff versorgt, sodass du außerdem an Energie und Konzentration gewinnst.

    So geht’s: 

    • Atme durch die Nase ein.
    • Stell dir beim Ausatmen vor, du würdest auf einen Spiegel hauchen, halte aber den Mund geschlossen. Es entsteht ein leicht rauschendes Geräusch in der Kehle.
    • Wenn du dich bereit fühlst, kannst du das Rauschen nun auch beim Einatmen einbeziehen. Lass deinen Atem länger werden und auslaufen wie eine Welle am Strand.

    Das gleichmäßig rauschende Geräusch beim Atmen entsteht, weil die Stimmritze sich verengt. Dieses Wissen ist übrigens auch beim Singen oder Sprechen praktisch, denn so kannst du Lautstärke und Klang deiner Stimme beeinflussen.


    Bienenatmung - Brahmari

    So wirkt’s: 

    Durch das gleichmäßige Summen bei der Bienenatmung wirst du automatisch ruhiger und kräftigst dabei gleichzeitig deine Stimme. Ärger und Angst lösen sich auf, auch die Konzentration wächst.

    So geht’s: 

    • Lege deine Zeigefinger auf den Ohrknorpel und drücke sanft zu, sodass du von außen nichts mehr hörst. Schließe die Augen.
    • Zieh die Mundwinkel ganz leicht nach oben und atme tief durch die Nase ein.
    • Bring beim Ausatmen deine Stimmbänder zum Schwingen, sodass ein summendes Geräusch entsteht. Durch die verschlossenen Ohren hörst du das Summen deutlich in deinem Kopf.
    • Nimm 8 Atemzüge mit dieser Technik und halte dir danach noch kurz weiter die Ohren zu, um dem Nachhall im Kopf zu lauschen.

    Es kommt dir komisch vor, wie eine Biene zu summen? Gut so, denn damit lenkst du dich von dem ab, was dich bisher geärgert oder gestresst hat!


    Feueratmung - Kapalabhati

    So wirkt’s:

    Da hier die Bauchdecke stark beansprucht wird, ist diese Pranayama-Übung fast schon ein kleines Workout. Sie entgiftet, trainiert die Bauchmuskeln und liefert besonders viel Sauerstoff. Du kannst dich also wieder besser konzentrieren, wirst wacher und bekommst einen klaren Kopf.

    So geht’s: 

    • Atme durch die Nase aus, indem du leicht schnaubst. Zum Test kannst du dir die Hand vor die Nase halten, sodass du den Luftstoß spürst. Wahrscheinlich atmest du jetzt ganz automatisch wieder ein.
    • Jetzt kannst du weiterhin tief ein- und schnaubend wieder ausatmen und dabei deine Sets langsam ausbauen: Erst 20 Atemstöße, dann 40 und schließlich 60.

    Achte immer auf deine Bauchdecke: Sie erledigt hier die ganze Arbeit! Eher früher als später wirst du also deinen Bauch spüren. Das ist normal und bedeutet, du machst du Übung richtig. Sobald dir aber schwindlig wird oder du zu zittern beginnst, ist es Zeit aufzuhören.


    Balsebalg - Bastrika

    So wirkt’s: 

    Ganz ähnlich wie die Feueratmung zielt diese Übung auf die Bauchatmung ab. Sie sorgt dafür, dass dir warm wird und du mehr Energie verspürst.

    So geht’s:

    • Atme schnell und kräftig durch die Nase wie bei der Feueratmung, halte dir aber ein Nasenloch zu. Ziehe dabei die Bauchdecke abwechselnd ein und stoße sie wieder aus.
    • Atme nach 20 Atemzügen einmal durch beide Nasenlöcher tief ein und aus.
    • Halte nun das andere Nasenloch zu und wiederhole den Durchgang.

    Achtung: An den Blasebalg solltest du dich erst herantasten, indem du regelmäßig die Feueratmung übst!


    Wenn du regelmäßig übst, kannst du durch richtiges Atmen dein Wohlbefinden deutlich verbessern. Natürlich klappt das nicht von heute auf morgen, von einer einzelnen Pranayama-Übung solltest du dir also nicht erwarten, dass sie dein Leben verändert – aber auf Dauer wirken Atemtechniken weit natürlicher und effizienter als Kaffee, Schlaftabletten, Aspirin & Co 😊

    In unseren Yogastunden im September hast du die Möglichkeit, dich langsam an deine bewusste Atmung heranzutasten.

    Wir freuen uns auf dich!

    Love❤️

    Katharina

  • NEUER STANDORT IN FLENSBURG! Ab Montag 24.8. eröffnen wir einen neuen Yogaraum im Flensbloc auf der Westlichen Höhe

    veröffentlicht am 20.08.2020

    Wir vergrößern uns und eröffnen ab Montag, 24.8. einen zweiten Standort in Flensburg: in der Boulderhalle Flensbloc gibt es einen wunderschönen 65qm großen Yogaraum, in dem wir dir ab nächster Woche unsere beliebten Yogakurse anbieten werden!

    Auf der anderen Fördeseite - auf der westlichen Höhe - liegt dieser Standort auch wieder sehr zentral und ist von überall her gut erreichbar.

    Wir starten vorerst mit einem kleinen und feinen Kursprogramm: 

    • Montag 19.00 - 20.15 Flow Yoga mit Anette
    • Donnerstag 19.00 - 20.15 Uhr Rückenyoga mit Nina

    Wir werden das Kursprogramm bei wachsendem Bedarf anpassen und erweitern.

    Die Mattenzahl ist auf 10 Teilnehmer*innen begrenzt, deshalb ist es wichtig, dass du dich über unseren Stundenplan für den Kurs einbuchst: 

    Es gelten alle Yogaschule Flensburg-Karten.

    Für Flensbloc Abo- und 10er-Karten Besitzer gibt es vergünstigte Karten. Auch diese sind online über die Kursbuchung zu erwerben.

    Es gelten die gleichen Hygienemaßnahmen wie in der Yogaschule Flensburg.

    Wir freuen uns unglaublich über diesen Schritt und auf NOCH MEHR YOGA und möchten David und seinem Team schon jetzt für die unkomplizierte und unterstützende Kooperation danken!


    Der neue Standort befindet sich in der Westerallee 159, 24941 Flensburg.

    Mit dem Bus erreicht ihr uns mit den Linien 11, 1569, 1013 (Haltestelle CITTI-Park) oder der Linie 10 (Haltestelle Wittenberger Weg). Von den Haltestellen sind es jeweils nur wenige Meter bis zum Yogaraum. 

    Mit dem Auto erreicht ihr uns sowohl aus der Stadt als auch aus dem Umland am besten über die B 199. Wer von weiter weg über die A 7 kommt, fährt an der Anschlussstelle Flensburg/Harrislee ab und folgt dann der B 199 stadteinwärts.

    Flensbloc hat genügend Stellplätze, so dass ihr euch keine Gedanken über einen Parkplatz machen müsst.

  • Monatsinspiration August: Happy Shoulder - Happy Heart Yoga für eine gelöste Schulter- Nackenregion

    veröffentlicht am 10.08.2020

    Unsere Schultern sind Tore zu unserem Körper und gleichzeitig ein Barometer für unsere emotionale, mentale Stimmung. Viele umgangssprachliche Redewendungen zeugen davon, dass wir uns „zu viel auf die Schultern geladen haben“ oder die „Schultern hängen lassen“, und wen wundert es, dass wir dann „starke Schultern zum Anlehnen“ suchen.

    Die Schultern bilden die Aufhängepunkte für unsere Arme. Sie stellen die Verbindung zwischen dem Herz und den Händen her. Aktivitäten mit Herzensqualität wie berühren, umarmen oder jemandem helfen sind Ausdruck des Herzchakras. Die Hände verleihen so – durch die Verbindung der Schultern – unserem Herz Ausdruck.

    Yoga ist eine wunderbare Methode, die Beweglichkeit und Kraft deiner Schultern zu trainieren – und so nicht nur präventiv Schulterproblemen entgegenzuwirken und krankhafte Veränderungen zu heilen, sondern auch auf psychisch-emotionaler Ebene die sprichwörtliche Last von deinen Schultern zu nehmen. Aber auch so manche(n) Yogini plagen dauerhaft oder immer wieder Schulterprobleme und Verspannungen, die sie trotz regelmäßiger Yogapraxis nicht loswerden. Die Ursache liegt meistens in falschen Bewegungsmustern.



    Das komplexe System Schulter

    Wenn wir von der Schulter sprechen, meinen wir damit eigentlich ein komplexes System bestehend aus dem Schultergürtel und dem Schultergelenk.


    Der Schultergürtel wiederum besteht aus den Schulterblättern, den Schlüsselbeinen und dem Brustbein. Die Schlüsselbeine stellen mit dem Schlüsselbein-Brustbein-Gelenk (Sternoclavicular-Gelenk) die einzige kleine knöcherne Verbindung zum Rumpf her. Das Schultergelenk wird von der Gelenkpfanne, die ein Teil des Schulterblatts ist, und dem Oberarmkopf gebildet. Beide Anteile der Schulter müssen in ihrer Arbeitsweise exakt aufeinander abgestimmt sein, um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu garantieren.

    Aus den ehemals stabilen Vorderbeinen unserer vierbeinigen Vorfahren hat die menschliche Evolution ein enorm bewegliches Greifwerkzeug hervorgebracht. Unser Brustkorb wurde breiter und die Schulterblätter wanderten von den Seiten des Körpers auf den Rücken. Die Schultergelenkspfanne richtet sich dadurch seitlich aus und schafft so die Voraussetzung für die hohe Beweglichkeit.

    Das Schultergelenk ist zwar das beweglichste Gelenk des Menschen, benötigt aber für viele Anforderungen ebenso Stabilität und Kraft. Der Kraftüberträger zwischen Arm und Rumpf ist das Schulterblatt. Ist der Schultergürtel genau mittig auf dem querovalen Brustkorb abgelegt, bestehen gute Chancen, dass auch die Schulterblätter ihre optimale Position finden und die Kontaktstabilität zum Rumpf auch bei Kraftentfaltung erhalten bleibt.

    Dieser scheinbar völlig gegensätzlichen Anforderung von Kraft und Stabilität bei gleichzeitiger Beweglichkeit zu entsprechen, gelingt nur bei exakter Bewegungskoordination. Die Natur hat uns dafür alles mit auf den Weg gegeben, wir müssen es nur nutzen.


    Was tun, wenn die Schulter schmerzt?

    Glücklicherweise kommen Schmerzen im Schulterbereich oft von Verspannungen – Yoga hilft hier im aktuen und auch im chronischen Fall sehr gut. Auch die innere Entspannung, die durch den Stressabbau beim Yoga und die geistig und emotional beruhigende Wirkung von Yoga entsteht, wirkt lindernd.

    Psychische Faktoren scheinen häufig auf die Schulter-Nacken-Partie einzuwirken und verstärken die Probleme. Manchmal sind dies bekannte, manchmal aber auch unbewusste Faktoren. Sie zu verändern, benötigt teilweise intensive Analysen und viel Zeit. Indem man seine Aufmerksamkeit und Aktivität auf das bewusste körperliche Aufarbeiten der Verspannungen und der Fehlzentrierung richtet, gewinnt man auch Einblick in und Einfluss auf die inneren seelischen Prozesse, die zugrunde liegen. Mit der körperlichen Aufarbeitung des Problems kann man jederzeit beginnen und so eine Veränderung zum Positiven einleiten und vorantreiben.

    Schmerzen in der Schulter sind aber auch dann vorprogrammiert, weil die Bizepssehne eingeklemmt werden kann und es eng wird unter dem Schulterdach. Eine Umkehr der anatomisch vorgegebenen Rotationsrichtungen führt immer zu Verspannungen, Verschleiß und Schmerzen.

    Die Positionierung des Schultergürtels und der Schultergelenke spielt in allen Asanas, nicht nur bei Stützpositionen eine Rolle. Sie beeinflusst die Haltung des Nackens und den Spannungsgrad der Schulter-Nackenmuskulatur ebenso wie die korrekte Ausrichtung der Wirbelsäule. Ebenso können eine zu runde Brustwirbelsäule und ein Knick im Nacken einen negativen Einfluss auf die Schultern haben, weil dadurch die Schulterblätter nicht flach auf der Rückseite des Körpers abgelegt werden können und keine Stabilität mehr finden.

    Die Mobilisation der Brustwirbelsäule und der Rippen durch Rückbeugen und Twists steht daher am Anfang jeglicher Bemühungen, um Veränderungen im Schulter-Bereich zu bewirken. In der Regel sind sie sogar noch dann möglich, wenn die Schulter sehr schmerzhaft und bewegungseingeschränkt ist.

    Es lohnt sich, gleich rechtzeitig zu reagieren, wenn erste Beschwerden auftreten. In diesem Stadium kann man durch Erlernen einer anatomisch korrekten Bewegungskoordination sehr schnell sehr viel erreichen. Dominieren allerdings der Schmerz und die Bewegungseinschränkung, solltest du auf die gewohnte Yogapraxis mit Sonnengrüßen und Stützstellungen verzichten. Jede weitere Reizung des Gelenks verschlimmert das Problem und verlängert die Zeit des Leidens. Jetzt ist kompetente und professionelle Hilfe gefragt.

    

    Die Schulter in der Yogapraxis

    In der Behandlung ebenso wie in der Yogapraxis geht es immer um die Positionierung der Schultern und um Gelenkzentrierung. Ohne Zentrierung läuft kein Gelenk rund, und die Kraftübertragung wird ineffizient. Erst das ermöglicht es uns, unseren variantenreichen, dreidimensionalen Aktionsradius der Arme im Sinne der hohen Beweglichkeit für Armpositionierungen im Yoga und im Alltag beziehungsweise Kraft und Stabilität zum Beispiel beim Praktizieren von Stützstellungen. Das Geheimnis, mit stabilen Armen und Schultern stützen zu können, liegt primär nicht an der Kraft in der Muskulatur, sondern in der Anordnung, also der Ausrichtung der Knochen. Hier gibt es zwei wichtige Kriterien:

    1. Die Schulterblätter liegen breit und großflächig auf dem Rücken auf.
    2. Die Kugel des Oberarmkopfs steht zentriert in der Schultergelenkspfanne.

    In unseren Yogastunden im August werden wir ein besonderes Augenmerk auf eine gesunde Schulterposition legen.

    Freue dich auf viele herzöffnende, entspannende Yogastunden!

    Love❤️

    Katharina

Einblicke
       verschaffen

unser kostenloser
       Newsletter

Melde dich jetzt für unseren regelmäßig erscheinenden Newsletter an und erhalte weitere Informationen zur Yogaschule.

Bitte wähle aus, wie du von uns hören möchtest:

Du kannst dich jederzeit abmelden, indem du auf den Link in der Fußzeile unserer E-Mails klickst. Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken findest du in unserer Datenschutzerklärung.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices here.