Einblicke in den
Standort Hochfeld

       Yogaschule Flensburg
goes Flensbloc!

Seit August 2020 gibt es uns nun auch auf der anderen Fördeseite. Unser zweiter Standort befindet sich auf der Westlichen Höhe, in der Boulderhalle Flensbloc. In dem wunderschönen 65qm großen Yogaraum mit warmer Atmosphäre, bieten wir dir unsere bewährten Yogaschule Flensburg Kurse an. Diese kannst du ganz bequem über unseren Stundenplan und mit allen üblichen Karten buchen.

Der Standort Flensbloc befindet sich in der Westerallee 159, 24941 Flensburg. Er ist über die B 199 von allen Richtungen aus gut zu erreichen und es stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.

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Neues
       aus der Yogaschule

  • Monatsinspiration September - UMKEHRHALTUNGEN oder: alles eine Frage der Perspektive

    veröffentlicht am 01.09.2021

    Als Kind und Teenager bekam ich ständig die Bewertung zu hören, ich sei zu ruhig, zu still und zu schüchtern. Ich mochte mich überhaupt nicht leiden und lange Zeit war die Zuschreibung „ruhig & still“ für mich ein absolut rotes Tuch.

    Ich versuchte mit allen Mitteln auf jeden Fall anders zu sein und den anderen zu zeigen, dass ich auch lebhaft und laut sein kann.

    Das war sehr, sehr anstrengend und machte mich nicht gerade zufriedener und glücklicher mit mir.

    Nach wie vor mag ich es überhaupt nicht, andere Menschen in Schubladen zu stecken und ihnen irgendwelche unveränderlichen Eigenschaften, Konstitutionen, „Typen“ und Merkmale zuzuschreiben (denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns ein Leben lang verändern können), aber ich sehe die Eigenschaft „ruhig & still“ mittlerweile aus einer ganz anderen Perspektive: Heute ist mein Motto eher „still und stark“: Ich finde, Sensibilität und innere Stärke sind eine Superkraft in dieser lauten Welt!

    Es kann sehr, sehr befreiend sein, auf sich einmal aus einer anderen Perspektive zu schauen. 

     Vielleicht kennst du ja Ähnliches bei dir. Vielleicht warst du eher „die oder der Laute“, „die oder der Freche“ oder findest andere Eigenschaften an dir, die du negativ bewerten würdest. Versuch dich – und wenn´s nur zum Spiel ist - mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

    Du kannst den Perspektivwechsel aber nicht nur ganz wunderbar bei dir selber anwenden, sondern vor allem auch auf andere.

    Gibt es irgendetwas an jemand anderen, das dich stört, verärgert oder wütend macht? Eine Meinung, die du überhaupt nicht akzeptieren kannst und bist vielleicht auch deswegen in einem Konflikt?

    Es gibt aus dem Coaching eine ganz tolle Methode, die sich „Die 6 Hüte Methode“ nennt.

    Hier setzt man sich gedanklich zu einer Fragestellung / einem Problem 6 verschiedene Hüte auf, die jeweils verschiedene Denkweisen, Ansichten und Positionen darstellen.

    Und während man einen der Hüte aufhat, wird versucht, die Frage einmal aus einem anderen Standpunkt aus zu beleuchten.

    Auf diese Weise erhältst du sehr viel mehr Problemlösungen oder Ideen, als wenn du nur auf einem Standpunkt beharrst und es hilft, eine Sichtweise oder eine einmal eingenommene Position loszulassen. Denn manchmal halten wir zu sehr an dem Vertrauten fest und stehen uns damit selbst im Weg und kommen nicht voran.

    Das merken wir dann meistens daran, dass wir uns schwer und irgendwie energielos fühlen. Leichtigkeit und Freude fehlt und wir haben kein Elan wirklich loszugehen und etwas zu verändern.

    Ein Perspektivwechsel kann da manchmal wirklich Wunder bewirken und es lohnt sich, es einmal auszuprobieren.

     

    Und auch auf körperlicher Ebene gibt es im Yoga eine Asana-Gruppe, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Nämlich die Umkehrhaltungen.


    Was sind Yoga Umkehrhaltungen überhaupt?

    Yoga Umkehrhaltungen – im Englischen »Inversions« genannt – definieren sich darüber, dass in bestimmten Yogahaltungen, der Kopf der niedrigste Punkt des Körpers ist. Zu diesen Asanas gehören z.B. der Herabschauende Hund (Adho Mukha Shvanasana), der Schulterstand, auch Kopf – und Unterarmstand (Pincha Mayurasana) oder Handstand.


    Welchen Nutzen haben Umkehrhaltungen?

    Umkehrhaltungen wirken auf so gut wie allen Ebenen von Körper und Geist. So stabilisieren sie das Herz-Kreislauf-System, verbessern die Verdauung und die Funktion des Gehirns. Durch Letzteres steigt die Konzentrationsfähigkeit, und Müdigkeit verschwindet. Das Nervensystem wird positiv beeinflusst. Die Wirbelsäule wird – je nach Haltung – gekräftigt oder gedehnt, der Gang wird aufrecht und stabil. Innere Organe werden belebt oder entspannt. 

     

    Vielen Menschen machen Yoga Umkehrhaltungen Angst

    Und das ist auch gut so. Denn unser Gehirn ist als Kontrollzentrale unseres Körpers extrem schützenswert. Natürlich haben wir einen eingebauten Mechanismus, damit wir keine »verrückten« und unüberlegten Bewegungen machen, die das Gehirn in Gefahr bringen würden. Du bist also ganz normal mit dieser Angst. Yoga Umkehrhaltungen müssen Schritt für Schritt erarbeitet und die dazu benötigte Muskulatur nach und nach antrainiert werden. Wenn wir uns auf diesen Prozess einlassen, gute Lehrer an unserer Seite haben und regelmäßig üben, werden wir über den Lerneffekt erstaunt sein und uns über die Resultate freuen. Denn neben den körperlichen Vorteilen ist es natürlich für das Selbstbewusstsein ein großartiger Boost, wenn man die Angst überwunden hat und tatsächlich kopfüber steht. 

    Geistig und emotional machen Umkehrhaltungen selbstbewusst und sorgen für gute Laune. 

     

    Wer sollte vorsichtig sein?

    Für einige Menschen mag es keine Option sein die Halswirbelsäule in einem Kopfstand zu belasten oder das gesamte Körpergewicht im Handstand auf den Armen zu balancieren. Die Gründe dafür sind verschieden, so unterschiedlich wie wir Menschen mit unseren Geschichten eben sind. Einige Kontraindikationen und Gründe für Vorsicht bei klassischen Umkehrhaltungen sind Verletzungen im Nacken- oder Schulterbereich, Verletzungen am Rücken, Netzhautprobleme, Bluthochdruck oder manche Herzkrankheiten. Liegen diese vor, solltest du mit einem Arzt abklären, ob du Umkehrhaltungen praktizieren darfst und unbedingt deinen Lehrer darüber informieren.

    Bei situativen Einschränkungen wie der Menstruation kannst du auf sanfteren Varianten zurückgreifen (Herabschauender Hund, Kleinkindhaltung, Viparita Karani). Wenn du es doch versuchen möchtest, geh langsam, mit Geduld und Schritt für Schritt in die Umkehrhaltungen.

     

    Achtung: Umkehrhaltungen sind kein Muss! Yoga sollte nie ein Wettbewerb sein, und es obliegt immer deiner Verantwortung und Entscheidung, ob du den Kopfstand und die anderen Umkehrhaltungen übst. 

     

    Hier eine Aussage von einer meiner Lehrerinnen – Lucie Beyer- welchen ich euch zum Abschluss ans Herz legen möchte:

    „Ich glaube, dass viele Menschen heutzutage unglücklich oder depressiv werden, weil wir entweder zu wenig Verbundenheit spüren und zu wenig Abenteuer erleben. Wenn alles zu sehr in geordneten Bahnen verläuft, wir zu sehr funktionieren und keine positive Aufregung stattfindet, schläft ein Teil in uns einfach ein. Wir fühlen uns nicht mehr wirklich lebendig. Umkehrhaltungen haben tatsächlich den Effekt eines kleinen Abenteuers auf das System. Es gibt doch nichts Schöneres als bei einem »aufregenden Unterfangen« liebevoll unterstützt zu werden! Also: Los geht´s! Versuche mal etwas Neues, wechsele die Perspektive und stell deine Welt auf den Kopf! Wer weiß, welche spannenden Blickwinkel sich dir dadurch eröffnen.“

     

    Unser gesamtes Team und ich freuen sich darauf, euch auf dieser spannenden Reise begleiten zu dürfen!

     

    Love💕

    Katharina

  • Monatsinspiration Juni und Juli - YAMAS & NIYAMAS …oder warum die Nachrichten-Im-Nachhinein-Löschtaste bei What´s App manchmal ein Segen ist

    veröffentlicht am 17.06.2021

    Neulich wollte ich meinen 16-jährigen Sohn von der Schule abholen. 

    Im Moment ist alles anders – so auch die täglichen Unterrichtszeiten. 

    Das heißt, wir dürfen uns in unserer Familie jeden Tag auf flexible Schulzeiten einstellen und das bedeutet das eine oder andere Mal, eine wirkliche organisatorische Herausforderung. 

    So auch am letzten Donnerstag.

    Irgendwie hatte ich im Kopf, dass Ole mir sagte, er hätte um 14.00 Uhr Schluss. Also plante ich meine Aufgaben so, dass ich pünktlich um 13:50 Uhr vor der Schule stand. Da ich Nala (unsere 6 Monate alten Labrador-Hündin) mit im Auto hatte und es sehr warm war, lief ich mit ihr noch ein paar Runden über den Schulparkplatz (und jeder/jede der/die schon mal einen halbwüchsigen und extrem neugierigen Hund hatte, kann sich vorstellen, dass ALLES, einfach ALLES, was auf diesem Parkplatz passiert und was so auf dem Boden rumliegt, extrem interessant ist). Es wurde 14.00 Uhr – kein Ole. 14.10 Uhr – noch immer kein Ole. Langsam sank meine Laune und ich rief Ole an. Handy aus (na klar: Schule). 14.15 Uhr – noch immer kein Ole in Sicht. 

    Meine Laune erreichte einen Tiefpunkt und ich schickte Ole ein seeeehr vorwurfsvolle Sprachnachricht. Frei nach dem Motto „Das find ich jetzt echt unmöglich, warum du mich mit Nala jetzt hier rumstehen lässt; ich bin echt genervt und fahre jetzt nach Hause.  Du musst sehen, wie du nach Hause kommst, ICH mach das nicht mit. Ich habe ja schließlich noch andere Sachen z tun…“ etc. Ich wartete weiter und überlegte mir, dass in der Schule ja evtl. etwas passiert sei und der Unterricht länger dauern könnte. Da es diese segensreiche „Im-Nachhinein-Löschfunktion“ von Nachrichten gibt, löschte ich meine Nachricht und setzte eine weitere, etwas weniger vorwurfsvolle Nachricht auf. 

    Aber immer noch mit dem Tenor „Du hast mir heute morgen eine falsche Zeit genannt und  DU hast Schuld, dass jetzt alles so knapp wird.“ Ein bisschen freundlicher sagte ich ihm, dass ich jetzt nach Hause muss und er entweder mit jemand anderen fahren müsse oder er SEHR lange warten, bis ich ihn dann wieder abholen kann. 

    Auf dem Weg nach Hause, fiel mir ein, dass Ole eigentlich immer am Donnerstag um 15.00 Uhr Schluss hat und plötzlich war ich mir gar nicht mehr so sicher, dass er mir morgens etwas von 14.00 Uhr gesagt hatte. Ich löschte auch die letzte Nachricht, fuhr nach Hause, gab Nala ab (zum Glück war zufällig Sven gerade da) und fuhr wieder zurück, so dass ich pünktlich um 15.00 Uhr Ole mit einem fröhlichen „Hallo, schön dass du da bist!“ abholte.

    Ole hatte – außer der Info über ein paar gelöschte Nachrichten- von dem ganzen Drama nichts mitbekommen.


    Kommt dir sowas oder etwas Ähnliches bekannt vor?

    In deinem Kopf braut sich ein riesiges Drama-Gewitter zusammen und Gedanken und Gefühle verselbständigen sich?

    Was wäre gewesen, wenn meine Vorwürfe und meine schlechte Laune Ole in voller Wucht getroffen hätten?

    Wie krass können meine Gefühle, meine Launen und meine Interpretationen von Umständen, Situationen, Menschen und das Miteinander beeinflussen.

    Wie schnell kann ich anderen Menschen Schaden zufügen, wenn ich die Welt nur durch meine Brille sehe und deute?


    Dass wir Menschen so ticken, ist keine neue Erscheinung. Das gab es schon immer. Patanjali – der Verfasser des „Yogasutras“- nennt unseren Geist „Citta“ (oder auch „das meinende Selbst“) und das, was diesen Geist unklar macht nennt er „Vrittis“ (Wellen, Fluktuationen). Im Yogasutra zeigt uns Patanjali Wege und Methoden, diese Wellen und Fluktuationen zu beruhigen, um klarer und ja – auch weniger dramatisch zu werden. Damit man die What´s App-Löschfunktion gar nicht erst gebrauchen muss;-)


    Ein Weg dorthin ist der „achtgliedrige Pfad“. Diesen Pfad kannst du dir als ein Hilfsprogramm vorstellen, um die „Störfaktoren im Geist“ bewusster wahrzunehmen und zu überwinden. Er besteht aus einer Reihe konkreter, praktischer und bis heute noch sehr lebensnaher Vorgehens- und Verhaltensweisen. Wer diesen Pfad folgt, wird nach und nach die Ursachen von Leid erkennen und sie dann hoffentlich vermeiden und sich so im Laufe der Zeit selbst wieder näherzukommen und innerliche Freiheit zu gewinnen.


    Die acht Stufen sind:

    1. Yamas – Umgang mit deiner Umwelt
    2. Niyamas – Umgang mit dir selbst
    3. Asana – Yoga-Übungen
    4. Pranayama – Atemübungen
    5. Pratyahara – Rückzug der Sinne
    6. Dharana – Konzentration
    7. Dhyana – Meditation
    8. Samadhi – Erleuchtung


    In diesem und im nächsten Monat möchten wir euch gerne die ersten beiden Stufen – die Yamas und die Niyamas- vorstellen.


    Die Yamas

    In den Yamas geht es durchweg ums Handeln, um eine Anleitung für den Umgang mit deiner Umwelt. Gute Absichten allein reichen nicht aus, sie müssen sich in Taten spiegeln. Die fünf unterschiedlichen Prinzipen greifen ineinander und ergänzen einander, haben aber in der Gewichtung keine Hierarchie.


    Die fünf Prinzipien der Yamas sind:

    1. Ahimsa – Gewaltlosigkeit
    2. Satya – Wahrhaftigkeit
    3. Asteya – Begierdelosigkeit
    4. Bramacharya – Enthaltsamkeit
    5. Aparigraha – Bescheidenheit


    1.     Ahimsa – Gewaltlosigkeit / Friedfertigkeit

    „Wer in Rede, Gedanken und Tat fest in der Gewaltlosigkeit gründet, in dessen Gegenwart lassen andere von Feindseligkeit ab.”

    Das erste Yama besagt, dass es notwendig ist, behutsam und überlegt mit allen lebendigen Wesen umzugehen. Das schließt auch uns selbst mit ein. Hierfür solltest du eine tiefgreifende Sensibilität entwickeln. Das bedeutet, Rücksichtnahme, Behutsamkeit, Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit allem Lebendigen gegenüber zu praktizieren.


    2.     Satya – Wahrhaftigkeit

    Satya ist die Wahrhaftigkeit, mit der du durchs Leben gehst und mit der du dich selbst und deine Mitmenschen behandelst. Die Wahrhaftigkeit kann auch als „nicht lügen” interpretiert werden. Wir alle wissen, dass im Alltag, vielleicht besonders im Berufsleben, unverblümte Ehrlichkeit nicht immer angebracht ist. Und vielleicht wird es immer mal Situationen geben, in denen wir Notlügen nicht vermeiden können – oder wollen. Satya empfiehlt dennoch wahrhaftig zu denken, zu handeln und zu sprechen. Diese Wahrhaftigkeit ist auch auf dich selbst bezogen: Sag nicht zu etwas Ja, wenn du eigentlich Nein meinst. Besonders diese Aufrichtigkeit dir selbst gegenüber wird dich klarer handeln lassen und hilft dir so, auch anderen Menschen mit derselben Aufrichtigkeit zu begegnen. Das macht als notwendig empfundene Notlügen irgendwann überflüssig.


    3.     Asteya – Begierdelosigkeit / Nicht-Stehlen

    Asteya behandelt die kleinen oder größeren Diebstähle, die wir in unserem Leben begehen. Geliehene Bücher, die wir nie zurückgegeben haben, Schummeleien bei den Steuererklärungen oder auch Stunden bei der Arbeit, bei denen wir vielleicht nicht so produktiv sind. Wenn wir uns mit Asteya beschäftigen, fühlen wir uns schnell nicht mehr wohl mit unseren Flunkereien.

    Asteya beinhaltet den Aspekt des Nicht-Stehlens, sich das Eigentum (auch geistiges) anderer nicht zu eigen zu machen. Aber auch im Hinblick auf unsere Weltlage, in der der westliche Luxus auf dem Rücken armer Länder ausgetragen wird oder die Rohstoffe auf dem Weltmarkt in den Herkunftsländern nur selten angemessen bezahlt werden.

    Hinter diesen „Diebstählen” stecken Anhaftungen. So sagt Patanjali im Yoga Sutra „Wenn man im Nicht-Stehlen fest gegründet ist, kommt Reichtum von selbst.” 


    4.     Brahmacharya – Enthaltsamkeit

    Dieses vierte Yama ist das wohl vielfältigste Yama, zumindest, die Interpretationsbandbreite anbelangt. Gelegentlich liest man noch, dass es sich bei Brahmacharya um Enthaltsamkeit im Sinne von Keuschheit handeln soll. Also weniger Sex, um so mehr Kraft für den Yogaweg zu haben.

    Ich glaube, dass diese Interpretation etwas in die Jahre gekommen ist und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Pantanjali so etwas gemeint haben könnte ;-).

    Passender ist für mich die Auslegung, die besagt, Dinge in Maßen und Bedacht zu tun und mit den Ressourcen der Umwelt achtsam umzugehen.

    Im Yoga-Sutra II, 38 heißt es sinngemäß:

    “Handlung im Bewusstsein des Absoluten bringt Lebenskraft.”

    Brahmacharya – mit Bedacht genießen

    Brahmacharya ist also vielmehr die freundliche Empfehlung, das rechte Maß oder eine gute Mitte zwischen unseren natürlichen Bedürfnissen, den Wünschen und den Leidenschaften zu finden. Und diese Empfehlung sollte man beherzigen, denn sobald wir merken, dass wir einer oder mehreren Leidenschaften zu sehr fröhnen, kann dies wirklich zu Leid – nämlich zu einer Sucht – führen!

    Dabei ist es tatsächlich egal, ob es sich um Sex, Alkohol, Zigaratten, Süßigkeit, Sport, Koffein, Medien … handelt – alles, was wir unkontrolliert, unbewusst und im Übermaß konsumieren und praktizieren, ist einfach auf Dauer ungesund.

    Natürlich ist es erlaubt, auch mal „mit allen Sinnen“ zu genießen und sich etwas zu gönnen! Wie heißt es so schön: „Wer nicht genießt, wird ungenießlich!“

    Wenn der Genuss aber ein Muss wird, dann ist es kein Genuss mehr.

     

    5.     Aparigraha – Bescheidenheit

    Der fünfte Aspekt der Yamas empfiehlt, möglichst wenig Besitz anzuhäufen, da er die Lebensenergie bindet und Sorgen und Ängste aufbaut. Aparigraha ist das Freisein von Besitz und vom Drang, Dinge anzusammeln. Außerdem enthält es den Aspekt, keine Energie auf das Festhalten von Dingen zu verwenden – das Festhalten von Dingen, Ideologien, Gedanken, Beziehungen und Materiellem.

    Während wir uns von benutzten Dingen vielleicht leichter verabschieden können, ist es oft schwer, sich von den eigenen Glaubenssätzen zu befreien. Wenn Ärger und Wut uns kontrollieren und unser Handeln beeinflussen, hilft es, zu vergeben und loszulassen, um in einen bescheidenen Gemütszustand zurückzukommen. Je feinsinniger wir werden, desto leichter fällt es uns, Verhaltensmuster zu ändern und uns von Automatismen zu lösen. Befreie dich von Erwartungen und Anhaftungen und nimm das an, was gerade ist. Mit dem Prinzip von Aparigraha übst du dich darin, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind, und feste Erwartungshaltungen aufzuweichen. Wenn wir das schaffen, können wir von nichts mehr enttäuscht werden.

    Mit dem Horten von Dingen bindest du deinen Verstand und deine Energie. Dein Geist kann nicht mehr frei und leicht sein. Übe dich darin, nicht zu nehmen, sondern zu empfangen. Aparigraha beinhaltet so die vier vorangegangen Aspekte der Yamas. Findet Aparigraha seine Anwendung, verfeinern wir unser Handeln und erhöhen unsere Schwingungen.


    Die Niyamas

    Während die Yamas Verhaltensregeln für den Umgang mit dem Außen aufzeigen, verweisen die fünf Niyamas auf den Umgang mit dem Selbst.

    1.     Shauca = Reinheit

    Shauca bedeutet Reinheit. Dieses Niyama bezieht sich nicht nur auf die das äußere Erscheinungsbild betreffende und die durch eine gesunde, ethisch einwandfreie Ernährungsweise bedingte innere Sauberkeit. Eine ebenso wichtige Komponente stellt die geistige Reinheit dar. Sie entsteht durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Gedanken, das Üben in Rücksichtnahme und eine regelmäßige Praxis.


    2.     Sam(n)tosha = Zufriedenheit

    Das zweite Niyama fordert dazu auf, Zufriedenheit gegenüber dem zu entwickeln, was einem auf geistiger, körperlicher und materieller Ebene gegeben ist. Die persönlichen Lebensumstände anzunehmen, bedeutet jedoch keine Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber. Dankbarkeit und Bescheidenheit in Bezug auf die Gegenwart schließt das Streben nach Entwicklung und persönlichem Wachstum nicht aus.


    3.     Tapas = Selbstdisziplin

    Tapas steht für Selbstdisziplin und Willenskraft. Es äußert sich als innere Hitze, welche sich nach außen hin als Verlangen, Ausdauer und Leidenschaft zeigt. Durch Selbstdisziplin und Willenskraft können sich Hindernisse im physischen, sowie im energetischen Körper lösen.


    4.     Svadhyaya = Selbststudium, Selbstreflexion

    Das vierte Niyama bezieht sich auf das stetige Studieren und die Auseinandersetzung mit den Schriften. Dieses Gebot beinhaltet auch das Reflektieren eigener Grenzen und Möglichkeiten.


    5.     IshvaraPranidhana = Vertrauen an etwas Höherem

    IshvaraPranidhana ist die Hingabe an etwas Größeres, was gleichzeitig die Anerkennung eigener Grenzen voraussetzt. Vertrauen in diese höhere Kraft zu setzen und sich von dieser leiten und tragen zu lassen, ist dabei von großer Bedeutung.


    Wir freuen uns unglaublich, euch Yoga in allen seinen Facetten nun wieder nah und persönlich in unseren Yogastunden weitergeben zu können!

    Denn Yoga macht frei, glücklich und verbindet!

    Love💕

    Katharina

  • Juhu! Ab dem 6. Juni öffnen wir endlich wieder unser Studio!!!

    veröffentlicht am 03.06.2021

    Wir freuen uns unglaublich, dass es nach dieser langen Zeit endlich wieder etwas vorwärts geht und wir können es kaum abwarten, euch wiederzusehen.

    Damit wir alle sicher und gesund gemeinsam Yoga praktizieren können, gilt für die Vor-Ort-Klassen im Studio folgendes Hygienekonzept:


    Testpflicht und Nachweis der Gesundheit

    Laut der aktuellen Landesverordnung besteht in Gruppen bis 10 Personen keine Testpflicht. Dennoch bitten wir euch, nur dann zu uns ins Studio zu kommen, wenn ihr

    • Einen Nachweis eines Schnelltest-Ergebnis aus einem Testzentrum habt. (nicht älter als 24 Stunden) Wir halten für euch Schnelltests vor Ort vorrätig, die ihr käuflich erwerben könnt.
    • Nachweis eines PCR-Test-Ergebnis (nicht älter als 48 Stunden)
    • Ärztliche Bescheinigung über eine überstandenen COVID 19 Erkrankung
    • Bescheinigung über einen vollständigen Impfschutz, bei der die 2. Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt

    Verbindliche Anmeldung und Klassengröße

    Da die Klassengröße für alle Klassenformen limitiert ist, müsst ihr euch vorher verbindlich anmelden. Hierfür geht ihr auf die Kursplan-Seite unserer Website und klickt in dem Kursplan auf die Klasse, an der ihr teilnehmen wollt. Eure Anmeldung ist verbindlich und kann spätestens 8 Stunden vor Kursbeginn noch storniert werden. Sobald die Klasse ausgebucht ist, kannst du dich auf die Warteliste setzen und bekommst eine Nachricht von Eversports (nur automatisch per App), falls eine Matte frei geworden ist.

    Solltest du eine Mitgliedschaft besitzen und du nicht erscheinst, stellen wir dir den regulären Einzelklassenpreis von 16€ in Rechnung.


    Registrierpflicht

    Wir sind verpflichtet zu jedem Kurs abbilden können, wer genau da war. Das geschieht einerseits über die Anmeldung per Eversports und zusätzlich bitten wir dich, dich über die sogenannte Luca App anzumelden. Bitte registriere dich vor jeder Klasse mit der App, indem du den QR-Code bei uns im Yogaraum einscannst.


    Maskenpflicht

    Komm mit deiner Maske zu uns ins Studio und begib dich mit deiner Matte direkt in den Kursraum auf deinen, dir zugewiesenen Platz. Um frei Praktizieren zu können, kannst du dort gern deine Maske ablegen, wenn du das möchtest. Du kannst sie natürlich auch gern während deiner Praxis tragen. Nach der Klasse lege dir die Maske bitte wieder an und verlasse zügig das Studio.


    Yogamatten und Hilfsmittel

    Bitte bringe bitte weiterhin deine eigene Yogamatte (gereinigt) auch auch benötigte Hilfsmittel (Decken/Bolster) mit. Wir dürfen nach wie vor keine Decken und Bolster an euch verteilen. Du hast noch keine eigene Matte, Blöcke oder Gurte? In unserem Shop findest du sicher die Richtige für dich.


    Belüftung

    Unsere Yogaräume verfügen über hochwertige Luftreiniger, die effizient Viren, Bakterien und Keime aus der Luft reduzieren. Zusätzlich stellen wir durch unsere hochmoderne Lüftungsanlage die ausreichende Belüftung vor, während und nach den Klassen sicher.


    Hände waschen und desinfizieren

    Desinfiziere dir direkt am Eingang deine Hände. Wir haben alles für dich vorbereitet. Du findest auch in den Yogaräumen Möglichkeiten zum Hände desinfizieren. Bitte wasche dir sowohl vor als auch nach dem Üben die Hände. In unseren Studios stehen Seife und Papiertücher bereit.


    Husten- und Nies-Etikette

    Huste und niese möglichst immer in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Taschentücher anschließend direkt entsorgen. Hände waschen nicht vergessen.


    Toiletten und Duschen

    Toiletten sind geöffnet. Auch hier findet ihr Desinfektionsmittel.


    Umkleiden

    Die Umkleiden sind geöffnet. Bitte benutzt diese einzeln.


    Getränke

    Bring dir etwas zu trinken mit. Bis auf weiteres können wir dir keine Getränke anbieten.


    Habt euch lieb ohne Körperkontakt: Wir bitten euch vorübergehend auf enge Interaktionen wie Hände geben oder Umarmungen zur Begrüßung zu verzichten.


    Genieße Deine Praxis: Unsere Lehrer:innen verzichten auf physische Adjustments.


    Bitte bleibe zuhause, falls es dir nicht gut geht. Du fehlst uns sehr, aber die Gesundheit von allen Praktizierenden und der unterrichtenden Lehrer:innen hat Priorität. Auch unser Team ist angewiesen nur zu unterrichten, wenn sie gesund sind. Du kannst auch weiterhin online mit uns üben.

    Unsere Yogaräume werden täglich gereinigt und die Kontaktflächen vor jedem Kurs desinfiziert. Alle Lehrer*innen und Teilnehmenden verpflichten sich zu der Einhaltung des Hygienekonzept und den notwendigen Maßnahmen.

    Lovelovelove💕💕💕

    Euer Team der Yogaschule Flensburg

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       unsere
Philosophie

„Yoga ist für alle da.“

Das ist unsere Überzeugung. Und deshalb möchten wir mit der Yogaschule Flensburg viele Menschen für Yoga begeistern.

Egal wie wie alt, egal wie fit - du kannst jederzeit mit Yoga anfangen. Mit unseren Räumen hat Die Yogaschule Flensburg für dich einen Ort geschaffen, in dem du dich wohlfühlen, entspannen und dir immer wieder eine Auszeit nehmen kannst. Eine Auszeit vom schnelllebigen Alltag, um Kraft zu tanken und ganz zu dir zu kommen. Hier darfst du ganz du selbst sein, dich neu entdecken und erfahren - ganz zufrieden mit dir werden.

Wir haben uns bewusst für das Wort „Schule“ entschieden. Es kommt aus dem Altgriechischem „schola“ und bedeutet so viel wie „Freie Zeit“ oder „Muße“. Finde in deiner kostbaren freien Zeit Ruhe in der Yogaschule Flensburg, entdecke dich offen und neugierig mit allen tollen Möglichkeiten, die noch in dir – und in uns allen – stecken! Und das alles, ganz so wie es sich für eine Schule „gehört“, in einer lebendigen und warmherzigen Gemeinschaft: unterstützend, voneinander lernend und miteinander wachsend.
Darauf freuen wir uns riesig!

Katharina & das Team der Yogaschule Flensburg