Monatsinspiration Januar – Body Neutrality

I am more than my body. Embracing body neutrality.

My body, no shame.

Die Weihnachtstage liegen hinter uns, das neue Jahr hat begonnen und so auch die guten alten Vorsätze, „Ich möchte mehr Sport machen“, „Ich will ein paar Kilo abnehmen für den Sommerbody“, „Ich nasche nicht mehr so viel“ und was es noch so an Vorsätzen gibt. Was haben diese Vorsätze gemeinsam? Sie vermitteln uns alle die Botschaft, dass unser Körper nicht schön sei, dass ein oder andere Kilo „zu viel“ sei, unser Körper unästhetisch sei und wir uns dafür schämen müssten. Doch MUSS ich mich für meinen Körper schämen und warum tue ich das eigentlich? Warum haben so viele Menschen von uns so eine falsche Körperwahrnehmung und versuchen ihren Körper durch Diäten, Sportwahn und sogar Schönheitsoperationen in eine bestimmte Form zu biegen?

Warum es uns so schwerfällt unseren eigenen Körper zu akzeptieren…

Schuld daran sind verschiedene Faktoren, Sozial Media, Body Shaming, Werbung, das Idealbild, schlanker, durchtrainierter und wunderschöner Körper, welches uns ständig und überall vermittelt wird.

Das all das uns unter Druck setzt – geschenkt. Aber auch die Erziehung oder Einflüsse aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis können dazu führen, dass wir uns im eigenen Körper nicht wohlfühlen und uns manchmal sogar am liebsten verstecken würden.

Dass dabei unglücklicherweise auch jede Menge Lebensqualität verloren geht, ist uns oft nicht bewusst. Auch eine vermeintlich gut gemeinte Bewegung, wie die Body-Positivity-Bewegung, die für mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe plädiert, kann nach hinten losgehen.

Achtsamkeit und Selbstliebe sind die Schlagwörter unserer Zeit. Selbstliebe überall. Vor allem für uns Frauen ist das neue, positive Körperempfinden ein Schlüssel zu mehr Selbstakzeptanz und eine Befreiung von unrealistischen Körpervorbildern. Also feiern wir ihn in den sozialen Netzwerken, den Medien und auch überall sonst, unseren tollen, natürlichen Körper. Genau auf diese Einstellung zu uns selbst optimieren wir jetzt. Und da ist er, der neue Druck, all das was man vor ein paar Jahren noch „hässlich“ fand, jetzt schön finden zu müssen. Muss man jetzt wirklich alles an seinem Körper lieben? Baut das nicht noch mehr Druck auf?

Natürlich wollen und sollen wir uns alle so mögen, wie wir sind, doch Body Positivity geht darüber hinaus. Ich muss mich jetzt lieben? Funktioniert nicht immer, egal wie oft ich mir das einrede. Es gibt Dinge an mir, die sind toll, es gibt Stellen an meinem Körper, die ich einfach nicht so gerne leiden mag und das ist meiner Meinung nach völlig OKAY!

You are more than your body!

Der Anspruch, einem standardisierten Erscheinungsbild zu entsprechen, ist zwar weg, der die vermeintlichen Makel zu lieben, dafür da. Dann wird aus dem neuem positiven Trend eine neue Challenge, die wir uns auferlegen und dabei immer im Fokus: unser Körper.

Ich frage mich, müssen wir heutzutage in einer Gesellschaft, die ohnehin auf Körperlichkeit fokussiert ist, dem Körper immer noch so eine zentrale Rolle zusprechen? Dabei sind wir doch viel mehr als das, was man von außen sieht. Und dafür wollen wir im tiefsten Inneren doch geschätzt und geliebt werden, und nicht für unseren knackigen Hintern!

Hier kommt nun ein Begriff, der dich dabei unterstützen kann dich zu akzeptieren.

Body Neutrality: Akzeptiere deinen Körper, genau so wie er ist.Body Neutrality bedeutet, den eigenen Fokus einmal ganz weg von unserem äußeren Erscheinungsbild zu lenken, unser Selbstwertgefühl nicht von unserem Aussehen abhängig zu machen und uns vom Druck zu befreien, den eigenen Körper lieben zu müssen. Mit dem Ziel, dass du deinem Körper neutral gegenüberstehst. Er ist nicht gut, er ist nicht schlecht. Aber okay wie er ist. Du musst eben nicht alles an ihm mögen, und dein Körper muss schon gar nicht perfekt sein. Dieser Shift hilft dir den Fokus auf das zu setzen, was viel wichtiger ist: und zwar wer wir sind. Wie viel Gutes, Witziges und Aufrichtiges in uns steckt, statt das, was an uns außen ist, ständig zu bewerten.

Das schafft dann nämlich Raum für andere Dinge, mit der wir unsere Zeit viel sinnvoller verbringen. Und wer weiß, was das mit uns und unserer Einstellung macht.

Body Neutrality…

..Erkennt die Höhen und Tiefen des Körperbildes an

..Fördert Respekt & Akzeptanz vor deinem Körper statt Liebe für das Aussehen deines Körpers

..Erkennt an, dass dein Körper nur eine Facette dessen ist, wer du bist

..Fördert die Pflege deines Körpers, unabhängig davon, wie du dich an einem bestimmten Tag darüber fühlst

..Erfordert keine Perfektion

..Zentriert die Art und Weise, wie dein Körper es dir ermöglicht, die Welt zu erleben

Body Neutrality & Yoga

Doch wie bereits erklärt ist „seinen Körper auf Knopfdruck lieben zu müssen“ auch nicht die Lösung und kann erneuten Stress hervorrufen, den wir doch eigentlich auf unserer Matte loswerden wollen.

Und hier kommt das wahre, ehrliche und authentische Yoga wirklich ins Spiel. Die Magie des Yoga liegt nicht nur in den körperlichen Übungen, sondern auch in der Reise zu uns selbst. Yoga lehrt uns, unseren Körper als Hülle unserer Seele zu betrachten – nicht als ein Objekt, das bewertet oder verglichen werden sollte.

Körperneutralität ist so ein bestärkender Gedanke! Es bedeutet, unseren Körper zu lieben und zu akzeptieren, ohne ihn ständig zu beurteilen. Es geht darum, uns auf das Innere zu konzentrieren, auf unsere innere Schönheit und Stärke. Wenn wir in unseren Yogastunden zusammenkommen geht es nicht darum, perfekte Posen zu machen oder wie ein Cover-Model auszusehen. Es geht darum, uns selbst zu spüren, in den Moment einzutauchen und zu erfahren, was unser Körper und unser Geist brauchen.

Ich glaube ganz fest daran, dass Yoga uns darin unterstützen kann, uns selbst so anzunehmen, wie wir sind. In den stillen Momenten können wir erkennen, dass wir so viel mehr sind als nur unser Körper – wir sind unsere Gedanken, unsere Träume, Emotionen, Erfahrungen und Träume.

Es ist diese ganzheitliche Sicht auf uns selbst, die uns hilft, die Idee der Körperneutralität zu umarmen.

Wie beschreibt die Yogaphilosophie das Konzept

„I am more than my body: Embracing Body Neutrality“

Santosha ist ein Konzept aus der Yogaphilosophie, das uns lehrt, wahre Zufriedenheit und inneren Frieden zu finden, unabhängig von äußeren Umständen. Es ist die Kunst, mit dem zu leben, was wir haben, und uns nicht nach dem zu sehen, was uns fehlt. In der Praxis von

Santosha lernen wir, uns selbst so anzunehmen, wie wir sind, und unseren Körper als ein Geschenk zu betrachten, das uns durch das Leben trägt.

Die Verbindung zwischen Santosha und Körperneutralität ist also ziemlich leicht zu erkennen. Wenn wir Santosha in Bezug auf unseren Körper üben, bedeutet das, dass wir unsere Körper nicht danach beurteilen, wie sie aussehen oder was sie leisten können. Wir hören auf, uns mit anderen zu vergleichen oder uns selbst durch äußere Standards zu definieren.Stattdessen lernen wir, unseren Körper mit Akzeptanz und Mitgefühl zu betrachten, unabhängig von seinen vermeintlichen „Mängeln“ oder „Perfektionen“. Die Praxis der Körperneutralität erlaubt uns, uns von den Bewertungen zu lösen und uns darauf zu konzentrieren, wie unser Körper uns durch das Leben trägt und uns in unseren Yogastunden begleitet.

„And I said to my body. Softly. I want to be your friend. It took a long breath. & Replied, I

have been waiting my whole life for this.“

Body neutral Affirmationens:

Ich akzeptiere meinen Körper, so wie er ist.

Jeder Körper ist anderes und das ist vollkommen in Ordnung so.

Ich erkenne die unglaubliche Fähigkeit meines Körpers, mich im täglichen Leben zu unterstützen.

Mein Körper ermöglicht es mir zu lachen und Freude zu teilen.

Ich bin dankbar für die Fähigkeit, zuzuhören und mich einzufühlen.

Ich schätze meinen Körper für seine Rolle bei der Verbindung mit anderen.

Ich schätze meinen Körper für die Kraft, die er mir gibt.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen angenehmen Januar!

Anna 

& Die Yogaschule Flensburg

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